Testberichte und Wissensartikel zur Kompostierung

Was passiert bei der Kompostierung?

KompostwurmDer Rotteprozess besteht aus drei Phasen: Heißrotte (Abbauphase), Hauptrotte (Umbauphase) und Nachrotte (Aufbauphase). Die Heißrotte hat ihren Namen von den hohen Temperaturen, die während dieser Phase im Inneren des Kompost erreicht werden. Die Wärme wird durch die Energiefreisetzung erzeugt, die durch die Stoffwechseltätigkeit von Baktieren hervorgerufen wird, die an der Zersetzung der Substanz beteiligt sind. Neben Bakterien und Pilzen sind chemische Prozesse in den Pflanzenzellen für die Zerlegung des Pflanzenmaterials verantwortlich. Werden isolierte Thermokomposter verwendet, wird der Prozess der Heißrotte beschleunigt und es werden Temperaturen bis zu 70 Grad erreicht. Wildkrautsamen und Keime werden bei diesen Temperaturen abgetötet. Während der Heißrotte verringert sich das Volumen des Kompostes bereits stark. Am Ende der Heißrotte, die ca. 3 bis 4 Wochen dauert, steht bereits Frischkompost zur Verfügung, der als Mulch auf die Beete gebracht werden kann.

Je länger der Rotteprozess voranschreitet, desto größer sind die beteiligten Lebewesen. In der Hauptrotte kommen Asseln, Milben und Springschwänzchen hinzu, die das Pflanzenmaterial weiter umbauen. Die Temperatur im Kompost sinkt auf 25 Grad. Diese Phase hat eine Dauer von 2-6 Wochen.

Während der Nachrotte kommt es durch die Verdauungs- und Grabungstätigkeiten von Lebewesen wie dem Regenwurm oder dem Tausendfüßler zu einer Vermischung von organischen und mineralischen Bestandteilen. Diese Phase dauert in etwa 3-6 Monate. Das Ergebnis ist dunkler, krümeliger und vor allem nährstoffreicher Kompost.


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