Testberichte und Wissensartikel zur Kompostierung

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ThermokomposterViele Gartenfreunde stellen sich die Frage, ob es ein einfacher Komposthaufen oder ein spezieller Thermokomposter sein soll. Die richtige Empfehlung geht aber in eine ganz andere Richtung: Wer ausreichend Platz für ein oder zwei Kompostmieten hat, sollte sich zusätzlich einen Thermokomposter zulegen.

Auf den ersten Blick mag diese Einstellung irreführend erscheinen, wandeln beide Verfahren doch organische Bioabfälle zu Humus um. Der Mineralgehalt des Humus ist aber in diesem Fall entscheidend. Durch Niederschlagsfeuchtigkeit werden im normalen Komposthaufen eine Vielzahl von Mineralstoffen ausgewaschen. Diese Erde eignet sich gut als Grundsubstrat, hat aber einen eher geringen Düngeeffekt. Beim Thermokomposter verhält es sich anders. Durch den abgeschlossenen Behälter durchdringt den Komposter nur wenig Feuchtigkeit. Das Resultat ist ein Düngekompost, der dem anderen Humus sehr gut beigemischt werden kann.

Der Thermokomposter gleicht dem Schnellkomposter, ist jedoch mit einer zusätzlichen Isolierschicht ausgestattet, um die Wärme der Rotte besser speichern zu können. Dadurch kann unter optimalen Bedingungen eine Humusbildung innerhalb weniger Monate stattfinden.
Heutzutage werden die meisten Thermokomposter aus Kunststoff hergestellt und haben ein Fassungsvermögen von bis zu 1000 Liter. Ein ausreichend großes Fassungsvermögen ist wichtig, damit sich die Kompostrotte entwickeln kann. Üblicherweise wird das fertige Kompostwerk durch eine Klappe in Bodennähe entnommen. Auf eine ausreichend große Klappe sollte geachtet werden, damit auch mit Gartengeräten, wie der Schaufel, gut gearbeitet werden kann. Ein Thermokomposter sollte ausreichende Möglichkeiten zur Belüftung der Rotte bieten, um einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt zu verhindern. Ist die Feuchtigkeit zu hoch, kommt es zu Fäulnisprozessen. Die Rotte entwickelt sich nicht, es findet keine Humusbildung statt. Stattdessen fängt der Komposter an zu stinken.

In den meisten Fällen wird der Thermokomposter aber eher einen zu geringen Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. Gerade wenn es sehr heiß ist und die Kompostierung auf Hochtouren laufen sollte, kommt sie stattdessen zum erliegen. Um den Verrottungsprozess wieder anzutreiben, sollte in solchen Fällen mit Gießwasser nachgeholfen werden.
Das wichtigste Rezept für eine erfolgreiche Thermokomostierung ist aber eine gute lockere Schichtung und gelegentliche Durchmischung. Wer den Thermokomposter als bessere Mülltonne begreift, sollte davon keine Wunder erwarten. Richtig viel Aufwand ist aber mit dem Thermokomposter nicht verbunden. Werden die oben genannten Ratschläge befolgt, sollte einem nährstoffreichen Endergebnis nichts im Wege stehen.

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