Testberichte und Wissensartikel zur Kompostierung

Kompost umsetzen leicht gemacht

Umsetzen eines KompostesEin gut zusammengesetzter Komposthaufen verrottet zügig und liefert nach etwa 9 bis 12 Monaten wertvolle Komposterde. Nicht immer herrschen optimale Bedingungen; manchmal ist der Kompost zu trocken oder zu feucht, oder die Zusammensetzung der Materialien ist nicht optimal. Dann sollten Sie einschreiten und die Lebensbedingungen für die „erwünschten“ Mikroorganismen im Komposthaufen verbessern. Für das Verrotten der aufgeschichteten Gartenabfälle werden drei Dinge benötigt: Energie, Wasser und Sauerstoff. Fehlt es an einer der Komponenten, gerät der Prozess ins Stocken oder es entstehen unerwünschte Fäulnisprozesse, die sich durch unangenehmen Geruch bemerkbar machen. Sobald es in der Umgebung des Kompostplatzes nach Schwefelwasserstoff, Ammoniak oder Buttersäure riecht, wird es höchste Zeit zum Eingreifen und der Komposthaufen muss umgesetzt werden. Verrottet das Material im Kompost nur sehr langsam, ist dieser zusätzliche Arbeitsschritt ebenfalls sehr nützlich.

Kompost umsetzen – So geht’s

Wer genügend Platz im Garten hat, sollte seinen Kompostplatz so anlegen, dass er zwei oder sogar drei nebeneinander liegende Flächen für Komposthaufen zur Verfügung hat. Dann sparen Sie beim Umsetzen Zeit und Kraft und haben fast immer Komposterde verschiedener Reifegrade zur Verfügung. Zum Umsetzen nehmen Sie zunächst die äußeren, meist trockenen Pflanzenreste ab und lagern Sie in der Mitte des neuen Kompostplatzes ab. Ist die darunter liegende Erde feucht, können Sie einfach fortfahren, aus den bereits angerotteten Materialien den neuen Komposthaufen locker aufzuschichten, damit der Sauerstoff wieder Zutritt hat. Benötigen Sie dringend Komposterde, können Sie die halb verrottete Komposterde sieben, das ist allerdings mühsam – zumindest ohne elektrisches Kompostsieb. Ist der Komposthaufen sehr feucht, werden möglichst trockene Holzschnitzel oder ähnliche Materialien zugesetzt. Ansonsten wird auf jeder Schicht mit der Gießkanne Wasser oder Brennnesseljauche verteilt. Durch Zumischen von angewelktem Rasenschnitt kann ein erkalteter Komposthaufen wieder „in Schwung“ gebracht werden. Steht nur ein Kompostplatz zur Verfügung, wird die trockene Außenschicht in einer Schubkarre zwischengelagert, der restliche Haufen abgetragen, gemischt und rund um die Kompostfläche abgelagert. Beim Neuaufbau des Komposthaufens wird dann mit dem Material von der Schubkarre begonnen.


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