Testberichte und Wissensartikel zur Kompostierung

Kompost richtig anlegen – Schaufel für Schaufel zum perfekten Komposter

Kompost wird angelegtKompostieren macht ökologisch Sinn. Es ersetzt den Dünger und hilft Biomüll und Geld sparen. Gründlich geplant und sorgfältig umgesetzt lässt sich mit organischen Abfällen aus Küche und Garten wertvoller Humus gewinnen. Wer einen Komposthaufen richtig anlegen, hygienisch bearbeiten und hochwertigen Humus ernten will, dem werden diese bewährten Tipps eine nützliche Hilfe sein.

Ein Schattenplatz für Kompost und Mikroben

Welches Kompostsystem – geschlossener Komposter oder offene Kompostmiete – das richtige ist, hängt von der Gartengröße und der Abfallmenge ab. Wo ausreichend Platz vorhanden ist und entsprechend viel Grünabfälle anfallen, lohnt sich die Anlage einer Kompostmiete. Um hierfür den optimalen Platz zu finden, sind einige Überlegungen erforderlich:

  • Kompost und Mikroben bevorzugen halbschattige Plätze. Schutz vor Wind, Regen und direkter Sonne sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine optimale Rotte.
  • Der Untergrund sollte gewachsener Boden und keinesfalls wasserdicht sein, damit die Würmer durchschlüpfen.
  • Praktisch: Genügend Arbeitsfläche zum Anhäufen, Umsetzen und Verteilen.

Tipp: Wer den Platz vorausschauend plant, spart sich später viel Arbeit. Wichtig ist, dass keine Staunässe entsteht und der Kompost ausreichend belüftet wird.

Schritt für Schritt zur Kompostmiete

Umsetzen eines KompostesDiese Anleitung hilft, den natürlichen Kompostverlauf zu unterstützen und bis zur Humusbildung optimal zu steuern. Für das Gelingen der Rotte ist nicht allein Form und Größe der Kompostmiete, sondern hauptsächlich Qualität, Mischung und Menge der kompostierten Materialien entscheidend.

1. Was kommt in den Komposthaufen

Auf jeden Fall in den Kompost gehören: Küchen- und Gartenabfälle, Kaffeesatz und Teebeutel, Grünschnitt und holziges Material, Heckenschnitt und Laub.
Tipp: Größere Mengen an Grünschnitt erst antrocknen lassen, damit er nicht fault.
Verboten sind: Glas, Metall, Plastik, Fleisch, Knochen und gekochte Speisereste.

2. Vorbereitung des Pflanzenmaterials

Gut zerkleinert ist halb verdaut! Um den Appetit zahlreicher Mikroorganismen anzuregen und den Rotteprozess zu beschleunigen sollte das Pflanzenfutter mundgerecht zerkleinert werden. Das lockt Mikroben und Würmer aus der Erde in die Miete.

3. Kompost anlegen und starten

Kompost benötigt Wärme, Luft und Feuchtigkeit. Er wird Schicht für Schicht so angehäuft, dass Wasser teilweise versickert und die Luft zirkuliert. Dazu die unterste Schicht aus groben, trockenen Abfällen anlegen. Darauf folgen mehrere Lagen gut durchmischter organischer Biomüll. Das Einstreuen von Hornspänen oder Gesteinsmehl zwischendurch unterstützt die Rotte zusätzlich.

4. Was tun wenn der Kompost zusammensackt?

Während der Verrottung fällt der Kompost zusammen. Dadurch wird den Mikroorganismen Sauerstoff entzogen. Jetzt ist wieder durchmischen und umsetzen angesagt.
Alles, was oben war, kommt nach unten. Äußeres nach innen schaufeln und umgekehrt. Oberfläche abschließend mit einer Schicht Erde, Laub oder Stroh dünn abdecken.
Sinkt die Komposttemperatur deutlich ab, ist der Kompost fertig.

5. Lohn der Arbeit – ein Haufen voll Vorteile

Nährstoffreicher Mulch und wertvoller Reifekompost, der den Boden verbessert und das Wachstum von Pflanzen fördert.


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